Dr. med. Astrid Kohl

Tel.: 030 / 33 97 91 30
Fax: 030 / 33 97 91 88
praxis@dr-kohl.berlin

Inus Apherese

Entgiftung und Ausleitung mit der Inus Apherese

Umweltmedizinische Belastungen mit einer Vielzahl von Umweltnoxen stellen ein zunehmendes Problem bei vielen chronischen Erkrankungen dar. Die Inus Apherese existiert seit 1980 und wurde in Japan von dem Nephrologen Agishi entwickelt. Die ersten Ansätze dazu kamen aus der Umweltmedizin (Minamata Syndrom) und der Suche nach Alternativen Therapien zu der nebenwirkungsreichen Immunsuppression bei Autoimmunerkrankungen. Können wir im Praxisalltag der Umweltmedizin die Metalle durchaus durch schwermetallausleitende Therapien minimieren, sind die eher fettlöslichen toxischen Stoffe ein großes Problem. Belastungen mit z.B. Holzschutzmitteln, Feinstaub, Lösungsmitteln, Herbiziden und Pestiziden, die an vielen der chronischen Erkrankungen v.a. im neurologischen und immunologischen Bereich beteiligt sind, sind therapeutisch dagegen schwerer bis gar nicht ursächlich zu behandeln. Die therapeutische Apherese als neue Methode zur Entfernung krankmachender Substanzen aus dem Blut mit Hilfe von Filtern ist darauf ausgerichtet „schädliche Substanzen“ auszuwaschen anstatt Substanzen zuzuführen. Das gereinigte Blut oder Plasma wird komplett zurückgegeben. Es handelt sich also um eine Art von Blutwäsche oder Dialyse. Bekannt ist die Lipidapherese zur Therapie der hohen Cholesterinspiegel im Blut, ebenso wie die Plasmapherese bei Autoimmunerkrankungen. Noch nicht bekannt oder auch nicht weit verbreitet ist die Umweltapherese zur Minimierung von Giften und Toxinen. Hiermit können die fettlöslichen umwelttoxischen Stoffe im Organismus minimiert werden.

Ablauf einer Inus Apherese-Therapie

Die Umweltapherese als Doppelmembran-Filtrationsapherese ist ein venös-venöses Verfahren, welches über zwei Venen in der Regel am Arm oder an der Hand durchgeführt wird. Das Plasma wird über ein spezielles Doppel-Filtermembransystem, einen speziellen Filter, sozusagen „gewaschen“ und gereinigt. Das System besteht aus 2 Filtern, die parallel geschaltet sind. Der erste Filter trennt das Plasma aus dem Blutfluss ab. Das so gewonnene Plasma wird zum 2. Filter geleitet und in die Hohlfasern des zweiten Filters geführt. Hier können veränderte Moleküle von Molekülklassen im Bereich von 106D-104D differenziert unterschieden werden und veränderte Moleküle zurückgehalten werden. Diese Rückstände im Filter können auf die entsprechenden Umweltnoxen untersucht werden. Der Vorgang dauert je nach Plasmavolumen 2-3 Stunden.  Das Verfahren beinhaltet wenig Risikofaktoren und ist auch bei schweren Erkrankungen anwendbar. Medizinische Nebenwirkungen finden sich bei weniger als 0,4 % der Fälle und sind als leichte Blutdruckabfälle oder Nachblutungen aus dem Punktionskanal dokumentiert. Allergische Reaktionen sind höchst selten und können in einem Bereich von 1:1.000.000 – 1:10.000.000 angegeben werden. Das Verfahren ist damit auch bei Allergikern ohne Schwierigkeiten einsetzbar. Die Indikation für eine Inus Apherese richtet sich nach der Schwere des aktuellen klinischen Bildes, dem Zeitraum der Erkrankung und möglichen Vorbehandlungen.

Weitere Behandlungsinformationen

Indikationsbeispiele:

  • Autoimmunerkrankungen wie Rheumatoide Arthritis, Vaskulitiden ….
  • Neurologische Erkrankungen wie MS, ALS, Demenz …
  • MCS/CFS
  • Allergien
  • Präventionstherapie

 

Behandlungsfrequenz:

Initialphase von 1 – 2 Behandlungen

Die Häufigkeit der Behandlung richtet sich nach der Schwere der Erkrankung und der körperlichen Gesamtsituation.

 

Anmeldung:

Praxisrezeption Tel.: 030 339 79 130 oder praxis@dr-kohl.berlin

 

Kosten:

Wegen hoher Materialkosten (ca. 1.500,00 Euro pro Filter) eine Behandlung insgesamt ca. 2.000,00 Euro ohne Labor, von privaten Krankenkassen selten, von den Beihilfen häufig übernommen, sonst Selbstzahlerleistung.

 

 

 

 

Scroll Up