Dr. med. Astrid Kohl

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Eigenbluttherapie

„Blut ist ein besonderer Saft“
Mephisto in Goethe, Faust I

Die Eigenbluttherapie wird als Reiztherapie eingesetzt, die auf den Organismus und speziell auf das Nerven- und Immunsystem regulierend einwirkt. Dabei wird das eigene Blut in verschiedener Form, eventuell auch mit Zusätzen vermischt, dem Organismus zurückgegeben.

Reaktionsabläufe und -kaskaden innerhalb eines Organismus, die nicht frei fließen, stagnierten. Gestörte Regelkreise können über diese Reiztherapie wieder in Gang gesetzt und zum Fließen gebracht werden. Es kommt zu einer Gesamtumstellung im Organismus, vorallem im vegetativem Nervensystem und im Immunsystem mit verschiedenen subjektiven Wirkung, z.B.:

  • Antriebssteigerung
  • Zunahme geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit
  • Aufhellung der Gemütsverfassung
  • Verbesserung des Schlafes
  • Subjektive Kraftzunahme und Vitalisierung
  • Anregungen zur Selbstheilung

Verschiedene Erkrankungen können im Heilungsverlauf positiv durch eine Eigenbluttherapie unterstützt werden:

  • Abwehrschwächen
  • Chronische Infekte und Entzündungen
  • Allergien
  • Autoimmunerkrankungen
  • Verschiedene Hauterkrankungen z.B. Furunkulose, Akne, Ekzeme
  • Magen-Darmerkrankungen z.B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn
  • Funktionelle Darmerkrankungen
  • Atopische Hauterkrankungen wie Neurodermitis
  • Störungen des Immunsystems
  • Psychovegetative Erschöpfung
  • Schlafstörungen
  • Vegetative Dysfunktionen
  • Degenerative Erkrankungen, Tumoren

 

Klassische Eigenbluttherapie

Bei der klassischen Eigenbluttherapie wird dem Patienten aus der Vene Blut entnommen und anschließend unverändert und ohne zeitliches Intervall in die Haut (intrakutan), unter die Haut (subkutan) oder in den Muskel (intramuskulär) zurückgespritzt. Krankheitsauslösende oder krankheitstragende Substanzen oder Agenzien, die in einer verdünnten Form dem Organismus ähnlich einer Impfung erneut zurückgeführt werden, nennt man Nosoden. Die informationsreichste Nosode eines Menschen ist dessen eigenes Blut. Dr. Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, betonte dazu: „Der Arzt muss dem Organismus den Feind in geeigneter Form zeigen.“ Damit aus dem krankmachendem Stoff ein Heilmittel werden kann, ist eine Umwandlung im Sinne einer Verfeinerung erforderlich. Die homöopathische Arzneimittelzubereitung durch Verreiben, Verdünnen und Verschütteln ist solch ein Prozess der Verfeinerung.

Es gibt verschiedene Nosoden:

  • Autonosoden: Herstellung aus Eigenblut oder Eigenharn
  • Heteronosoden: Herstellung aus Viren, Bakterien, infiziertem oder krankem Gewebe

Auto-Sanguis-Stufentherapie

Die Auto-Sanguis-Stufentherapie ist eine besondere Form der Eigenblutbehandlung, auch als Reckeweg-Eigenbluttherapie bekannt. Sie ist eine Kombinationsbehandlung von Eigenblut mit Biotherapeutika und homöopathischen Mitteln. Nach Dr. Reckeweg sind Krankheiten sinnvolle biologische Reaktionen des Organismus, die der Ausleitung von so genannten Homotoxinen dienen. Homotoxine sind Giftstoffe, die entweder von außen in den Organismus eindringen oder im Stoffwechsel anfallen.

Therapeutisch können antihomotoxische Heilmittel eingesetzt werden, um diese Toxine auszuleiten. Dabei stehen uns folgende Heilmittel zur Verfügung:

  • Homöopathische Einzel-/ Komplexmittel
  • Nosoden
  • Anregende Mittel als Katalysatoren des Stoffwechsels
  • weiterhin verschiedene Organpräparate

Behandlung

Die Auto-Sanguis-Stufentherapie besteht aus der Kombination einer potenzierten Eigenbluttherapie bzw. Nosode mit antihomotoxischen Heilmitteln. Folgendermaßen wird die Stufentherapie durchgeführt:
Zunächst wird ca. 1 ml Blut aus einer Ellenbogenvene entnommen,

  • in der ersten Stufe wird das Blut mit einem ausgewählten Heilmittel gemischt und zurück in die Vene gegeben. Spritze und Nadel werden entfernt
  • in einer zweiten Stufe wird in der gleichen Spritze – mit Spuren des Restblutes – das nächste Heilmittel aufgezogen, gemischt und potenziert; die Injektion erfolgt entweder unter die Haut (subcutan) oder in den Muskel (intramuskulär)
  • in den folgenden dritten und vierten Stufen können weitere Heilmittel gemischt, potenziert und erneut reinjiziert werden.

Naturheilkunde

Kombiniert wird jede Art von Eigenbluttherapie immer mit naturheilkundlichen Therapien wie:

  • Ausleitungs- und Entgiftungstherapien
  • Ernährungsumstellung und -optimierung
  • Ausgleich von Mangelzuständen
  • Darmstabilisierung mit Dysbioselenkung
  • Bewegungstherapien

 

Indikationsbeispiele

für eine Behandlung mit der Auto-Sanguis-Stufentherapie sind:

  • Hauterkrankungen z. B. Akne, Neurodermitis
  • Allergien
  • Chronische Infektionsneigung
  • Entzündliche Darmerkrankungen z.B. Morbus Crohn, Colitus ulcerosa
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Nebenwirkungen

Erstreaktionen bzw. Nebenwirkungen einer Eigenbluttherapie als Reaktion des Organismus können auftreten:

  • Rötung und Schwellung der Einstichstelle
  • Kopfschmerzen
  • Grippegefühl
  • Fieber
  • Herdaktivierung
  • Beschleunigung der Herzfrequenz
  • Blutdruckschwankungen
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • veränderter Schlaf.

Alle Reaktionen sind in der Regel absolut harmlos. Je nach Symptomatik wird die Therapie angepasst bzw. neu festgesetzt.

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